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PACT Studie – Photodynamische Therapie in der PA- und Periimplantitis-Therapie

Montag, 08. März 2010

In-vitro Studien haben gezeigt, dass die photodynamische Therapie effektiv gegen die Erreger von Parodontalerkrankungen wirkt. Wenn diese Technik auf die klinische Situation übertragen werden kann und die photodynamische Therapie in Parodontaltaschen angewendet werden kann, führt dies zu einer effizienten Eliminierung von parodontalen Krankheitserregern. Aufgrund ihrer Anatomie sind Zahnfleischtaschen jedoch schwieriger bakterienfrei zu machen und zu halten als z.B. Wurzelkanäle.

Zusätzlich befinden sich in den Taschen Flüssigkeiten (z.B. Blut, Eiter), welche zu einer Verdünnung des Photosensitizers führen und damit dessen Aktivität herabsetzten könnten. Außerdem könnte der Zugang des Laserlichts in alle Bereiche der Taschen gehindert sein.

Daher wurde für die Anwendung in der PA ein spezielles Gel entwickelt, in den der Photosensitizer eingebunden ist . Zahlreiche Studien zeigen die Wirksamkeit der photodynamischen Therapie in der PA.

PACT Studie – Photodynamische Therapie von Wurzelkanälen

Dienstag, 15. Dezember 2009

Quelle: Cumdente

Zur Bestimmung der Effizienz der photodynamischen Therapie bei endodontischen Behandlungen wurden primär zwei Studien durchgeführt. In beiden Studien wurde der Grad der Infektion in den Wurzelkanälen zu bestimmten Punkten der Wurzelbehandlung bestimmt.
Die erste Studie, an der sechs Patienten teilnahmen, diente zunächst zur Evaluierung einer geeigneten Vorgehensweise bei der Probennahme von infiziertem Gewebe ohne eine weitere Kontamination. Alle Zähne wurden mittels Kofferdam isoliert und die Zahnkronen wurden mittels PAS desinfiziert. Nach Schaffung der Zugangskavität wurde die Kanalöffnung erweitert und mit einem sterilen Instrument Proben von der Kanalwand genommen.

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Diese wurden anschließend mikrobiologisch untersucht. Die Wurzelkanäle wurden aufbereitet, wobei vor jedem Instrumentenwechsel mit 1% NaOCl gespült wurde. Nach der Aufbereitung wurden die Kanäle mit Salzlösung gespült. Ein weiteres steriles Instrument wurde in den Kanal eingeführt und eine Probe von der Dentinoberfläche genommen, welche ebenfalls mikrobiologisch untersucht wurde. Schließlich wurden die Kanäle mittels photodynamischer Therapie behandelt und eine weitere mikrobiologische Probe wurde genommen. Die Ergebnisse sind in Abb.8 dargestellt und zeigen, dass nach einer konventionellen Wurzelkanalaufbereitung noch restliche Keime im Kanal verbleiben. Diese wurden durch die photodynamische Therapie – mit Ausnahme eines Falls, bei welchem eine Kontamination bei der Probennahme erfolgte – vollständig entfernt.

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In einer zweiten Studie wurden insgesamt 32 Kanäle behandelt. Das Vorgehen war ähnlich zu dem der vorherigen Studie, jedoch wurden hier bei der Wurzelkanalaufbereitung zwei Spüllösungen (20% Zitronensäure, gefolgt von 2.25% NaOCl) verwendet. Die Kanalaufbereitung erfolgte wie gehabt. Proben wurden vor und nach der Wurzelkanalaufbereitung sowie nach der photodynamischen Therapie genommen. Die Ergebnisse sind in Grafik2 dargestellt.

 

 

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Keiner der Patienten berichtete über Schmerzen nach der Obturation und klinische Untersuchungen zeigten, dass alle Zähne symptomfrei und percussionsunempfindlich waren. Auch die röntgenographischen Untersuchungen waren ohne Befund.

Zeitnahe Nachuntersuchungen zeigten, das eine photodynamische Therapie außerdem zu einer schnelleren post-operativen Regeneration des Knochens führt.